Artikelausdruck von Freestyle Zwickau


Handball:
(Freundeskreis des Deutschen Handballs e.V.)

GROSSER KAMPF GEGEN POLEN - ABER DEUTSCHLAND SCHEITERT

 
Was für ein grausames Spiel: Sie hielten alles in ihren Händen, führten kurz vor Schluss mit zwei Toren - und waren letztlich doch schwer geschlagen. Deutschlands Handballer unterlagen Polen am Mittwoch im letzten Hauptrundenspiel mit 32:33 (18:19).

Damit verpasste die Nationalmannschaft in der mit 1000 Zuschauern nur spärlich gefüllten Belgrader Arena nicht nur das Halbfinale der Europameisterschaft und die direkte Qualifikation für die WM 2013, auch die Teilnahme an den Olympischen Spielen in London ist in weite Ferne gerückt.

„Das haben die Jungs nicht verdient”, sagte Bundestrainer Martin Heuberger. „Wir waren nicht so gut wie in den Tagen zuvor, aber für diesen Kampf hätten wir zumindest mit einem Punkt belohnt werden müssen.”

In der Schlussviertelstunde holten Kapitän Pascal Hens und sein Team einen Vier-Tore-Rückstand auf, verloren aber nach der 31:29-Führung den Lauf und auch noch ihren Mittelmann Michael Haaß mit einer schweren Fußverletzung... Michael Jurecki versetzte Deutschland mit dem 33:32 den K.o.

Die letzte Chance, einen der beiden noch offenen Plätze für eines drei Olympia-Qualifikationsturniere zu ergattern, ist jetzt eher theoretischer Natur: Dänemark muss gegen Schweden verlieren, und Mazedonien darf gegen Serbien nicht gewinnen.

Und dann wäre - je nach Konstellation in Hauptrundengruppe II - eventuell noch ein Platzierungsspiel gegen Slowenien erforderlich.

Heuberger begann mit Silvio Heinevetter im Tor sowie Dominik Klein (LA), Lars Kaufmann (RL), Michael Haaß (RM), Holger Glandorf (RR), Patrick Groetzki (RA) und Christoph Theuerkauf (Kreis), dessen Abwehrpart wie gewohnt Oliver Roggisch übernahm.

Polens Trainer Bogdan Wenta stellte gegen Deutschland eine sehr offensive, konsequent auf Linkshänder Holger Glandorf ausgerichtete Abwehr. Bis zur 21. Minute besaß der EM-Vierte deutliche Vorteile, setzte sich immer wieder dank der starken Kreisläufer Bartosz Jurecki und Kamil Syprzak mit relativ leichten Toren durch - und kam ausgerechnet in eigener Überzahl aus dem Tritt.

Beim 10:14 schwebte das DHB-Team erstmals in großer Gefahr, doch in Unterzahl brachte der Doppelschlag der Kieler Außen Christian Sprenger und Dominik Klein das Momentum zurück. Mit Carsten Lichtlein im Tor und weiteren Klein-Sprenger-Treffern gelang der Ausgleich.

Bereits vor der Pause brachte Wenta mit Tkaczyk und Bielecki frische Männer im Rückraum. Trotz des 25:29 (47.) brach der Widerstand der DHB-Männer nicht. Glandorf mit seinem ersten Tor, dann Hens als Schütze und Passgeber für Sprenger, Tluczynski mit einem Siebenmeter neben das Tor, erneut Hens in Unterzahl sowie Sprenger zum 31:29 - das fünfte EM-Halbfinale nach 1998, 2002, 2004 und 2008 war zum Greifen nah.

Polen glich jedoch nicht nur aus. Bei einem erneuten Angriff stieß Klein in höchster Not Lijewski auf Haaß - Klein sah die Rote Karte, Haaß musste schwer am Fuß verletzt vom Feld getragen werden. Nach Michal Jureckis Treffer besaß Deutschland noch eine Chance, doch Sprengers Versuch, am Kreis Theuerkauf anzuspielen scheiterte.

(Quelle und mehr unter www.dhb.de)


Autor: heop
Artikel vom 25.01.2012, 18:40 Uhr

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